Steckbrief: Ragamuffin
- Herkunft
- USA
- Größe
- Groß (z.B. über 6 kg)
- Lebenserwartung
- 12-15 Jahre
- Fell
- Halblanghaar
- Farben & Muster
- In vielen Farben
- Charakter-Eigenschaften
- Haltung
- Reine Wohnungshaltung möglich
- Verträglichkeit
- Pflegeaufwand
- Jagdtrieb
- Krankheitsanfälligkeit/Tierarzt-Risiko
- Robust (Normale Vorsorge)
- Rassecode (Stammbaum)
- RGM nicht von der FIFe anerkannt, Code anderer Verbände · Code erklärt
Passt zu dir, wenn …
- du in einer Wohnung ohne Freigang lebst
- du es zu Hause eher gemütlich magst
- Kinder in deinem Haushalt leben
- ein Hund bei dir wohnt
Eine kleine Geschichte
Teddy zum Liebhaben
Teddy ist groß, schwer und hat ein weiches Fell, in das man die Hände vergraben möchte. Er sieht aus wie ein Stofftier und benimmt sich auch fast so.
Teddy lässt sich hochheben, tragen und knuddeln. Er liegt wie ein Baby im Arm seiner Menschin und schaut sie dabei mit großen Augen an. Die Kinder der Familie nennen ihn ihren großen Bruder. Teddy ist ruhig, geduldig und liebt Gesellschaft. Für ihn ist das Leben ein einziger langer Kuschelnachmittag.
Frei erfunden – aber typisch Ragamuffin.
Die Ragamuffin ist eng mit der Ragdoll verwandt, kommt aber in mehr Farben und Mustern vor. Sie ist groß, schwer und hat ein weiches, halblanges Fell.
Sie ist extrem sanft, ruhig und familienfreundlich und lässt sich gern hochnehmen und tragen. Für die Wohnungshaltung ist sie bestens geeignet. Das Fell sollte regelmäßig gebürstet werden. Da sie eher gemütlich ist, sollte man auf ihr Gewicht achten.
Herkunft und Geschichte
KI – KI-generiertes BildDie Ragamuffin entstand in den 1990er-Jahren in den USA. Züchter, die sich von der Ragdoll-Gründerin Ann Baker und ihren strengen Regeln getrennt hatten, kreuzten Ragdolls mit Perserkatzen, Himalayan und Hauskatzen. So entstand eine Rasse mit dem sanften Wesen der Ragdoll, aber deutlich mehr Farben und Mustern. Der Name, auf Deutsch etwa „Lumpenkind“, war ursprünglich als Scherz gemeint.
Aussehen
Die Ragamuffin ist groß, schwer und kräftig, mit einem weichen Bauchpolster. Kater wiegen meist 6 bis 9 kg, Katzen 4,5 bis 6,5 kg. Der Kopf ist rund, die Augen sind groß und walnussförmig, das Gesicht wirkt freundlich und süß. Das halblange Fell fühlt sich weich wie Kaninchenfell an. Anders als die Ragdoll gibt es sie in fast allen Farben und Mustern, auch ohne Point-Zeichnung, und mit Augen in jeder Farbe.
Wesen im Alltag
KI – KI-generiertes BildRagamuffins sind die Teddybären unter den Katzen: sanft, geduldig und sehr verschmust. Viele lassen sich gern tragen, liegen entspannt im Arm und folgen ihren Menschen durch die Wohnung. Sie sind verspielt, aber nie wild. Mit Kindern, anderen Katzen und Hunden kommen sie meist hervorragend zurecht. Weil sie so vertrauensvoll sind, sind sie für ungesicherten Freigang nicht geeignet.
Haltung und Beschäftigung
Die Ragamuffin ist eine ideale Wohnungskatze, ein gesicherter Balkon bringt Abwechslung. Sie klettert weniger als andere Rassen, breite und stabile Liegeflächen sind ihr wichtiger. Plane tägliche, ruhige Spielrunden ein, viele lernen auch gern kleine Tricks. Weil sie sehr menschenbezogen ist, ist eine zweite, ähnlich ruhige Katze bei Berufstätigen sinnvoll.
Pflege und Ernährung
KI – KI-generiertes BildDas weiche Fell hat wenig Unterwolle und verfilzt selten. Ein- bis zweimal pro Woche kämmen reicht, im Fellwechsel häufiger. Ragamuffins fressen gern und neigen zu Übergewicht, besonders als ruhige Wohnungskatzen. Gib ein hochwertiges Nassfutter in abgemessenen Portionen und nutze Futterspiele. Als große Rasse ist sie erst mit etwa vier Jahren ganz ausgewachsen.
Gesundheit
Durch die Verwandtschaft mit Ragdoll und Perser sind HCM und PKD die wichtigsten Erbkrankheiten. Für PKD gibt es einen Gentest, für HCM sind Herzultraschall-Untersuchungen der Zuchttiere üblich. Übergewicht ist ein häufiges, vermeidbares Risiko. Ragamuffins werden meist 12 bis 15 Jahre alt.
Was kostet eine Ragamuffin?
Die Ragamuffin ist in Deutschland noch selten. Kitten aus seriöser Zucht kosten meist etwa 1.000 bis 1.600 Euro (Richtwert, Stand 2026). Laufend solltest du mit rund 80 bis 120 Euro im Monat rechnen. Frag nach PKD-Gentest und Herzultraschall der Eltern und lerne die Elterntiere kennen – ihr gelassenes Wesen ist das Markenzeichen der Rasse.
Ragamuffin im Video
Vom Kitten zur Katze


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Häufige Fragen zur Ragamuffin
Wie groß wird eine Ragamuffin?
Die Ragamuffin gehört zu den großen Katzenrassen. Ausgewachsene Tiere, vor allem Kater, wiegen oft über 6 kg.
Wie alt wird eine Ragamuffin?
Die Lebenserwartung einer Ragamuffin liegt bei etwa 12 bis 15 Jahren. Gute Ernährung, Bewegung und regelmäßige Vorsorge beim Tierarzt tragen dazu bei.
Welchen Charakter hat die Ragamuffin?
Die Ragamuffin gilt als ruhig und familienfreundlich. Jede Katze ist trotzdem ein Individuum – Herkunft, Prägung und Umgang spielen eine große Rolle.
Kann man eine Ragamuffin in der Wohnung halten?
Ja. Reine Wohnungshaltung ist bei der Ragamuffin gut möglich, wenn sie genug Beschäftigung, Kratz- und Klettermöglichkeiten bekommt.
Verträgt sich die Ragamuffin mit Kindern und anderen Tieren?
Die Ragamuffin gilt als verträglich mit Kindern, Hunden und anderen Katzen. Wichtig ist trotzdem eine ruhige, schrittweise Eingewöhnung.
Wie pflegeintensiv ist die Ragamuffin?
Der Pflegeaufwand ist mittel (3 von 5). Regelmäßiges Bürsten, etwa ein- bis zweimal pro Woche, hält das Fell gesund.
Ist die Ragamuffin anfällig für Krankheiten?
Die Ragamuffin gilt als robust. Normale Vorsorge mit Impfungen, Entwurmung und jährlichem Check-up reicht in der Regel.
Passt die Ragamuffin zu dir?
Finde in gut einer Minute heraus, welche Rassen am besten zu deinem Alltag passen.












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