Am 14. Februar 2026 wurde Bruno sechs Jahre alt. Ich habe ihm ein Ständchen gesungen. Er hat das Zimmer verlassen. Dann kam er wieder, weil es Hühnchen gab. So läuft das bei uns seit sechs Jahren, und ich würde es um nichts in der Welt ändern.
Laut Katzenalter-Rechner ist Bruno jetzt etwa 40 Menschenjahre alt. Ein Kater in den besten Jahren. Er hat graue Haare am Kinn bekommen, ganz wenige. Ich habe sie gezählt: fünf. Ich habe sie ihm nicht gezeigt.
Der Kittenfinder
Im März habe ich ein Werkzeug gebaut, das mir ein Leser vorgeschlagen hatte: einen Kittenfinder. Der Rassenfinder hilft bei der Frage, welche Rasse passt. Aber wer ein Kitten sucht, hat andere Fragen. Wie viel Zeit kann ich in den ersten Monaten investieren? Bin ich bereit für einen kleinen Wirbelwind, der um vier Uhr morgens die Gardinen hochklettert? Nehme ich eins oder zwei?
Die letzte Frage ist wichtiger, als viele denken. Kitten lernen viel voneinander: Beißhemmung, Spielregeln, Sozialverhalten. Ein einzelnes Kitten, das viel allein ist, langweilt sich schnell und wird oft unruhig. Mehr dazu im Ratgeber Ein Kitten oder zwei?. Und den Kittenfinder gibt es hier: Kitten-Finder.
Wie Bruno als Kitten war
Beim Bauen des Kittenfinders habe ich mir alte Fotos angesehen. Bruno mit zwölf Wochen: ein weißes Fellknäuel mit dunklen Ohrspitzen und riesigen blauen Augen. Birmas kommen fast weiß zur Welt, die Abzeichen entwickeln sich erst nach und nach. Mit sechs Monaten hatte Bruno seine Maske, mit zwei Jahren seine volle Fellpracht.
Ich habe die Fotos neben Bruno gelegt. Er hat sie beschnuppert und ist weggegangen. Nostalgie ist nicht sein Ding. Ich habe die Fotos trotzdem aufgehängt. Wer wissen möchte, wie alt ein Kitten ungefähr ist, findet Hinweise im Ratgeber Alter eines Kittens bestimmen.
Fellwechsel Nummer sieben
Ende März begann der siebte Frühlings-Fellwechsel. Ich habe angefangen, die Bürstengänge zu zählen. Nicht wirklich, aber es fühlte sich so an. Bruno verliert im Frühling so viel Unterwolle, dass ich nach jedem Bürsten einen Ball formen kann, so groß wie eine Mandarine.
Inzwischen haben wir ein Ritual: Nach dem Abendessen lege ich mich aufs Sofa, Bruno kommt und legt sich neben mich, und ich bürste ihn zehn Minuten. Er schnurrt, ich höre ein Hörbuch, und das Fell landet in einer Schale statt auf dem Teppich. Am Ende gibt es ein Leckerli – aus der Tagesration.
Viel Fell im Frühling bedeutet auch mehr Haarballen. Bruno würgt in dieser Zeit öfter. Was hilft, steht im Artikel Haarballen vorbeugen. Mein Tipp nach sieben Fellwechseln: täglich bürsten, Katzengras anbieten und viel Wasser. Und: Geduld. Nach vier Wochen ist es vorbei. Dann sieht Bruno wieder schlank aus, und ich vermisse ein bisschen die Halskrause.
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