Am 4. Januar 2026 habe ich mir einen Zettel an den Monitor geklebt: „Herbst 2026: miauzoo geht online.“ Bruno hat den Zettel am 5. Januar heruntergerissen. Ich habe ihn wieder aufgeklebt, etwas höher. Seitdem hängt er da, und jedes Mal, wenn ich daraufschaue, sitzt Bruno daneben. Zufall? Ich glaube nicht.
Was noch fehlte
Die Liste für 2026 war lang. Über 100 Steckbriefe waren fertig, dazu Rassenfinder, Vergleich und Futterrechner. Aber es fehlten: Kitten-Seiten für jede Rasse. Ein Katzenalter-Rechner. Ein paar kleine Spiele für Kinder und Katzenfreunde. Mehr Ratgeber. Eine Über-uns-Seite. Und ein Design, das sich anfühlt wie Bruno: warm, freundlich, ein bisschen verspielt.
Brunos Bürozeiten
Im Januar habe ich festgestellt, dass Bruno meine Arbeitszeiten übernommen hat. Oder ich seine. Um neun Uhr morgens, wenn ich mich an den Schreibtisch setze, kommt er dazu und legt sich auf die Heizungsliege. Um zwölf steht er auf, streckt sich und geht in die Küche – Mittagspause. Um drei kommt er zurück, legt sich auf den Monitor und schaut mir zu. Um sechs ist Feierabend. Wenn ich dann noch sitze, steigt er auf die Tastatur.
Er ist strenger als jeder Chef, den ich hatte. Aber er hat recht: Nach neun Stunden am Schreibtisch werden Texte nicht besser. Und ich habe gemerkt, dass ihm diese Struktur guttut. Feste Zeiten, feste Plätze, viel Nähe. Mehr dazu, was Wohnungskatzen brauchen, um glücklich zu sein, steht im Ratgeber Wohnungshaltung.
Winterspaziergang am Fenster
Ende Januar hat es geschneit. Richtig, mit zehn Zentimetern auf dem Balkon. Bruno saß am Fenster und hat die Flocken beobachtet. Seine Augen gingen hin und her, hin und her, und ab und zu hat er mit der Pfote gegen die Scheibe geschlagen.
Ich habe die Balkontür geöffnet. Er hat einen Schritt hinausgemacht, eine Pfote in den Schnee gesetzt, sie sofort wieder herausgezogen, geschüttelt und ist rückwärts zurück ins Warme gegangen. Dann hat er sich wieder ans Fenster gesetzt und weiter zugesehen. Schnee ist für Bruno wie Fernsehen. Schön anzusehen, aber man muss nicht drin sein.
Ich habe ihm danach die Pfote abgetrocknet. Auf dem Balkon streue ich kein Salz, aber auf dem Gehweg vor dem Haus liegt es überall – für Freigänger kann Streusalz die Pfoten reizen. Wie man Katzen gut durch den Winter bringt, steht im Ratgeber Katze im Winter.
Was ich in sechs Wintern gelernt habe
Bruno hat im Winter drei Lieblingsplätze: die Heizungsliege, die Sauna und meinen Schoß. In genau dieser Reihenfolge, je nachdem, was gerade am wärmsten ist. Eine Katze im Winter ist ein bewegliches Thermometer. Wo sie liegt, ist es warm. Und wenn sie auf dir liegt, bist du offiziell die beste Heizung im Haus.
Wer seine Katze im Winter verwöhnen will: Eine Kuschelhöhle oder ein Wärmekissen ohne Strom sind oft beliebter als jedes Spielzeug. Mehr dazu in der Kaufberatung Katzenbett und Kuschelhöhle.
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