Ratgeber · Jahreszeiten & Feste

Katze im Winter: Kälte, Streusalz und warme Plätze

Von der miauzoo-RedaktionAktualisiert am 2 Min. Lesezeit

Im Winter suchen Katzen die wärmsten Plätze im Haus: die Fensterbank über der Heizung, den Schoß oder das Bett. Gesunde Katzen mit dichtem Fell kommen mit Kälte erstaunlich gut zurecht – vorausgesetzt, sie können jederzeit ins Warme. Ein paar typische Wintergefahren solltest du aber kennen.

Wie viel Kälte verträgt eine Katze?

Freigänger mit Winterfell bleiben auch bei Minusgraden gern einige Zeit draußen. Wichtig ist, dass sie jederzeit zurückkönnen, etwa über eine Katzenklappe, oder einen geschützten, trockenen Unterschlupf haben. Nasses Fell wärmt schlecht – bei Schneeregen kommen viele Katzen deshalb schnell wieder herein.

Mehr Schutz brauchen Kitten, Senioren, kranke und sehr schlanke Katzen sowie Rassen mit wenig Fell wie Sphynx, Devon Rex oder Cornish Rex. Sie bleiben bei Frost besser drinnen und freuen sich über eine Wärmehöhle.

Pfoten, Streusalz und Eis

  • Streusalz: Es reizt die Ballen und wird beim Putzen abgeleckt. Wische die Pfoten nach dem Freigang mit einem feuchten, lauwarmen Tuch ab.
  • Eisklumpen: Bei Langhaarkatzen bilden sich zwischen den Zehen Eiskügelchen. Kürze das Fell an den Pfoten vorsichtig oder taue die Klumpen mit lauwarmem Wasser auf.
  • Rissige Ballen: Trockene Heizungsluft und Kälte machen die Haut spröde. Frag in der Tierarztpraxis nach einer katzengeeigneten Pfotenpflege.

Gefahren im Winter

Klopf vor dem Losfahren auf die Motorhaube

Ein warmer Motor zieht frierende Katzen an. Sie kriechen in den Motorraum oder unter das Auto. Klopf kräftig auf die Motorhaube und warte einen Moment, bevor du startest – das kann Leben retten.

Sofort zum Tierarzt bei Verdacht auf Frostschutzmittel

Frostschutzmittel mit Ethylenglykol schmeckt süß und ist schon in kleinen Mengen tödlich. Anzeichen sind Taumeln, Erbrechen, starker Durst und Teilnahmslosigkeit. Ein Gegenmittel wirkt nur in den ersten Stunden – warte nicht, bis Symptome auftreten.

  • Zugefrorene Teiche: Das Eis trägt oft nicht. Freigänger in der Nähe von Gewässern im Blick behalten.
  • Kaminofen und Kerzen: Schutzgitter vor den Ofen, Kerzen nie unbeaufsichtigt lassen. Mehr im Artikel Kerzen, Lichterketten und Co..
  • Giftige Winterpflanzen: Weihnachtsstern, Christrose, Amaryllis und Mistel gehören außer Reichweite. Details im Artikel Weihnachten mit Katze.

Bewegung und Futter in der kalten Jahreszeit

Freigänger verbrauchen im Winter etwas mehr Energie, Wohnungskatzen dagegen bewegen sich oft weniger. Passe die Futtermenge an den tatsächlichen Bedarf an und spiele täglich mit deiner Katze. Ein Kratzbaum am Fenster bietet Bewegung und Ausblick auf Vögel und Schneeflocken.

Häufige Fragen

Brauchen Katzen im Winter mehr Futter?

Freigänger, die viel draußen sind, brauchen oft etwas mehr Energie. Wohnungskatzen bewegen sich im Winter meist weniger und nehmen schnell zu. Orientiere dich am Gewicht deiner Katze und nicht an der Jahreszeit.

Kann ich meinen Freigänger im Winter drinnen lassen?

Das kannst du, wenn deine Katze drinnen ausreichend beschäftigt wird. Viele Freigänger reduzieren ihre Ausflüge bei Kälte ohnehin von selbst. Ein plötzliches Verbot kann aber Stress auslösen – lass sie lieber kurz und tagsüber hinaus.

Ist Schnee fressen gefährlich?

Ein bisschen Schnee schadet nicht. An Straßen kann er aber Streusalz und Schmutz enthalten und Magen-Darm-Beschwerden auslösen.

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Quellen und weiterführende Infos

Dieser Artikel wurde von der miauzoo-Redaktion sorgfältig recherchiert. Er ersetzt keine tierärztliche Beratung.

Passend für alle Katzenrassen.

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