Bruno: 13 Monate alt

Frühling mit Katze: Fellwechsel, Katzengras und ein Ostern ohne Lilien

Die ersten warmen Sonnenstrahlen fielen auf die Fensterbank, und Bruno verlagerte sein Leben dorthin. Er wechselte im Laufe des Tages die Position, immer der Sonne hinterher, wie eine pelzige Sonnenuhr. Um zehn Uhr am linken Fensterrand, um zwei Uhr in der Mitte, um vier Uhr auf dem Teppich davor. Ich hätte die Uhrzeit an ihm ablesen können.

Der große Fellwechsel

Mit der Sonne kam der Fellwechsel. Bruno verlor so viele Haare, dass ich jeden Abend eine Handvoll weicher Wolle aus der Bürste geholt habe. Ein Vogel auf dem Balkon hat sich einmal eine Flocke davon für sein Nest geholt. Bruno hat zugesehen und wusste nicht, ob er empört oder stolz sein sollte.

Bei Halblanghaarkatzen wie der Birma ist regelmäßiges Bürsten im Fellwechsel besonders wichtig. Was beim Putzen geschluckt wird, landet im Magen und kann sich zu Haarballen verfilzen. Ich bürste in dieser Zeit täglich und gebe zusätzlich ab und zu Malzpaste, die Bruno für ein Leckerli hält. Was sonst noch hilft, steht im Artikel Haarballen vorbeugen.

Das Katzengras-Experiment

Weil Bruno trotzdem ab und zu Haare hochgewürgt hat, habe ich Katzengras gesät. Nach einer Woche war es fertig. Nach zwei Tagen war es abgefressen. Bruno liebt es. Ich säe seitdem immer zwei Töpfe zeitversetzt, damit es nie ausgeht. Nebeneffekt: Meine Zimmerpflanzen werden in Ruhe gelassen. Welches Gras geeignet ist und welches nicht, steht im Artikel Katzengras.

Der erste Jahrescheck

Im März war die erste Auffrischungsimpfung fällig, ein Jahr nach der Grundimmunisierung. Die Tierärztin hat Bruno gründlich untersucht: Herz, Zähne, Augen, Gewicht – alles bestens. Bruno war ein Vorbild. Er hat sich nicht gewehrt, nur sehr laut kommentiert. Die Praxishelferin meinte: „Ein Birma, der so viel redet? Das ist ungewöhnlich.“ Ich habe nur gelächelt. Welche Impfungen in welchem Rhythmus sinnvoll sind, steht im Ratgeber Impfungen bei Katzen.

Ostern ohne Lilien

Ostern 2021 bei uns: kein Strauß Tulpen, keine Osterglocken, und auf keinen Fall Lilien. Auf dem Tisch stand eine Schale Katzengras mit bunten Holzeiern. Bruno fand sie großartig und hat jedes einzelne Ei auf den Boden befördert. Mit vollem Blickkontakt.

Danach gab es seine erste Eiersuche: Leckerli unter Bechern und in Eierkartons. Er hat sie alle gefunden, in Rekordzeit. Warum Osterlilien, Plastikgras und Schokolade für Katzen gefährlich sind, steht im Artikel Ostern mit Katze.

Der Schreck am Kippfenster

Und dann der Moment, an dem mir das Herz stehen blieb. Erster richtig warmer Tag, alle Fenster offen. Ich habe das Schlafzimmerfenster auf Kipp gestellt – ohne das Gitter, das ich im Winter abgenommen hatte. Ich habe es erst gemerkt, als ich aus dem Bad kam und Bruno auf dem Fensterbrett saß, die Nase Richtung Spalt.

Ich habe ihn heruntergenommen, das Fenster geschlossen und mich erst mal hingesetzt. Kippfenster sind für Katzen eine tödliche Falle. Das Gitter ist seitdem fest montiert, und am Fenstergriff klebt ein Zettel: „Bruno!“. Welcher Schutz sich ohne Bohren anbringen lässt, steht in der Kaufberatung Kippfensterschutz. Lies es bitte, bevor der erste warme Tag kommt.

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Bruno ist eine Heilige Birma. Blaue Augen, weiße Pfoten, viel Gelassenheit – alles über die Rasse im Steckbrief und bei den Birma-Kitten.

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