Bruno: 5 Jahre und 4 Monate alt

Die KI kann keine Pfoten: Wie die Rassenbilder auf miauzoo entstanden sind

Im Juni 2025 hatte miauzoo 40 fertige Steckbriefe. Und null Bilder. Das war ein Problem. Ein Steckbrief über die Türkisch Van ohne Bild ist wie ein Kochbuch ohne Fotos: Man versteht, was gemeint ist, aber man hat keine Lust darauf.

Woher Bilder nehmen?

Fotos von Katzenrassen gibt es viele. Aber die meisten gehören jemandem: Fotografen, Züchtern, Agenturen. Sie einfach zu verwenden, ist keine Option. Für jede der 90 Rassen eine Katze zu finden und zu fotografieren, wäre schön, aber unrealistisch. Ich habe nur Bruno. Und Bruno ist nur eine Birma, auch wenn er sich für mehr hält.

Ich habe mich entschieden, die Rassenbilder mit einer KI zu erzeugen. Mit einer klaren Regel: Jedes KI-Bild wird gekennzeichnet. Auf miauzoo erkennst du sie an dem kleinen Katzensymbol mit „KI“ in der Ecke. Wer eine Katze sucht, soll wissen, was ein echtes Foto ist und was nicht. Welche Bilder woher kommen, steht auf der Seite Bildnachweise.

Die KI kann keine Pfoten

Die ersten Versuche waren eine Katastrophe. Und sehr lustig. Eine Maine Coon mit sechs Zehen an jeder Pfote. Eine Siamkatze mit drei Ohren. Eine Britisch Kurzhaar, deren Schwanz irgendwo aus der Mitte des Rückens wuchs. Eine Norwegische Waldkatze mit menschlichen Augenbrauen. Ich habe die Bilder abends Freunden gezeigt, und wir haben Tränen gelacht.

Pfoten sind für die KI besonders schwierig. Zehen werden mehr, weniger oder verschmelzen. Bei manchen Bildern hat die Katze die Pfoten gekreuzt, aber es waren drei statt zwei. Ich habe gelernt, jedes Bild genau anzusehen. Zehen zählen. Ohren zählen. Schwanz suchen.

Bruno als Vorlage

Für die Birma-Bilder habe ich Bruno als Vergleich genommen. Stimmt die Maske? Sind die Handschuhe weiß und gleichmäßig? Sind die Augen blau genug? Bruno saß auf dem Schreibtisch und hat sich das Bild auf dem Monitor angeschaut. Bei einem Bild hat er gefaucht. Ich habe es gelöscht. Er hatte recht: Die Katze hatte grüne Augen.

Für jede Rasse gibt es jetzt mehrere Szenen – auf dem Kratzbaum, mit dem Wollknäuel, im Karton, beim Tierarzt, auf der Fensterbank. Das macht es leichter, sich vorzustellen, wie die Katze im Alltag aussieht. Schau dir zum Beispiel die Langhaarkatzen an oder die Katzenrassen mit blauen Augen, zu denen natürlich auch Bruno gehört.

Sommer am Schreibtisch

Der Sommer 2025 war heiß, und ich habe ihn größtenteils am Schreibtisch verbracht. Rollläden halb unten, Ventilator, ein Glas Wasser für mich und der Trinkbrunnen für Bruno. Er lag auf den kühlen Fliesen im Flur und kam nur alle zwei Stunden vorbei, um zu prüfen, ob ich noch arbeite.

Zwischendurch habe ich die KI-Bilder sortiert. 90 Rassen, je neun Szenen. Das sind 810 Bilder, von denen ich etwa ein Drittel wieder verworfen habe. Wegen Pfoten, meistens. Eine Lektion habe ich gelernt: Eine Katze zu zeichnen, ist schwerer, als es aussieht. Eine Katze zu sein, offenbar nicht. Bruno macht das mit links.

Passend dazu auf miauzoo

Bruno ist eine Heilige Birma. Blaue Augen, weiße Pfoten, viel Gelassenheit – alles über die Rasse im Steckbrief und bei den Birma-Kitten.

Katzen-Helfer:Rassen-FinderFutterrechnerKatzenalter-RechnerKatzennamen

Alle Einträge in Brunos Tagebuch