Bruno: 16 Monate alt

Sommer auf den Fliesen: Hitze, Gewitter und ein Tag allein

Im Juni kamen die ersten heißen Tage, und Bruno zog wieder in seine Sommerresidenz: die Fliesen im Badezimmer. Diesmal ohne Umwege, ohne Überlegen. Er hat sich auf die kühlsten Fliesen gelegt, lang ausgestreckt wie ein Brett, und ist erst wieder aufgestanden, als die Sonne untergegangen war.

Unser Sommerprogramm

Nach einem Jahr Erfahrung hatte ich ein festes Programm: Rollläden tagsüber unten, morgens und abends lüften, ein zusätzlicher Wassernapf im Bad, Ventilator im Wohnzimmer. Gespielt wird nur abends, wenn es kühler ist. Alle Tipps stehen im Artikel Hitze und Katzen.

Der Trinkbrunnen vom letzten Sommer ist inzwischen Brunos liebste Wasserstelle. Er trinkt daraus deutlich mehr als aus dem Napf – und das ist gut so. Katzen trinken von Natur aus eher zu wenig, weil ihre Vorfahren den Wasserbedarf über die Beute gedeckt haben. Ich reinige den Brunnen jede Woche und tausche regelmäßig den Filter. Bruno überwacht das jedes Mal kritisch von der Waschmaschine aus. Welche Brunnen sich bewährt haben, steht im Trinkbrunnen-Vergleich.

Die Schulter im Sommer

Bruno ist inzwischen zu schwer für dauerhafte Schulterritte. Fast fünf Kilo auf einer Schulter sind kein Spaß – erst recht nicht bei 30 Grad, wenn sich ein Pelzkragen anfühlt wie ein Heizkissen. Wir haben einen Kompromiss gefunden: Er darf auf die Schulter, wenn ich sitze. Beim Gehen nicht. Er hält sich an die Regel. Meistens.

Gewitter in der Nacht

Anfang Juli gab es das erste große Sommergewitter. Bei jedem Donnerschlag ist Bruno ein Stück weiter unter meine Bettdecke gekrochen, bis nur noch die Schwanzspitze herausschaute. Ich habe ihn gelassen und einfach ruhig weitergelesen, die Hand auf der Decke.

Als das Gewitter vorbei war, kam er heraus, als wäre nichts gewesen. Hat sich geputzt, gegähnt und auf mein Kissen gelegt. Das ist die richtige Strategie: Die Katze darf sich verstecken, man bleibt ruhig und zieht sie nicht hervor. Was bei Gewitter, Sturm und anderen Wetterlagen hilft, steht im Ratgeber Katzenwetter.

Der erste lange Bürotag

Im Juni war ich zum ersten Mal seit Monaten einen ganzen Tag im Büro. Ich habe alles vorbereitet: Futter, frisches Wasser, Fummelbrett, Leckerli in der Wohnung versteckt, Radio leise an. Ich war den ganzen Tag unruhig. Bruno vermutlich nicht.

Als ich abends zurückkam, saß er im Flur und hat mich lautstark beschimpft. Fünf Minuten lang. In einer Tonlage, die ich bis dahin nicht kannte. Dann hat er sich auf meine Tasche gelegt und angefangen zu schnurren. Verziehen. Vorerst.

Wie lange man eine Katze allein lassen kann und wie man die Zeit überbrückt, steht im Ratgeber Katze allein lassen und Urlaub. Mein wichtigster Tipp: Beschäftigung, die ohne Menschen funktioniert – Fummelbrett, Futterball, versteckte Leckerli. Und eine feste Begrüßungsrunde, wenn man nach Hause kommt. Bruno besteht seitdem darauf.

Hochsommer-Siesta

Im August hatten wir unseren Rhythmus gefunden. Mittags um eins liegt die ganze Wohnung im Halbdunkel, Bruno schläft auf den Fliesen, ich arbeite mit Ventilator. Abends um neun wird gespielt, dann gibt es Abendessen, dann wird gebürstet. Wir haben einen Sommerrhythmus, mit dem wir beide leben können. Und einen Plan für den Herbst: Ich wollte zum ersten Mal ohne ihn verreisen. Dazu mehr im nächsten Eintrag.

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Bruno ist eine Heilige Birma. Blaue Augen, weiße Pfoten, viel Gelassenheit – alles über die Rasse im Steckbrief und bei den Birma-Kitten.

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