Katzen haben feine Sinne. Sie hören den Donner, bevor wir ihn wahrnehmen, spüren Luftdruck und Wind im Fell und reagieren empfindlich auf Hitze. Wie du deiner Katze bei jedem Wetter hilfst, liest du in den Abschnitten unten – auf der Startseite zeigt dir unsere Wetterkatze, welcher davon heute passt.
Sonne: Sonnenbad mit Augenmaß
Ein sonniger Platz am Fenster ist für viele Katzen das Größte. Sie regulieren ihre Temperatur selbst und wechseln in den Schatten, wenn es zu warm wird – vorausgesetzt, es gibt einen.
- Schattenplatz anbieten: Jede Liegefläche in der Sonne braucht eine schattige Alternative in der Nähe.
- Sonnenbrand: Weiße oder helle Ohren, Nasen und Augenlider verbrennen schnell. Nacktkatzen haben gar keinen Schutz. Mittags lieber drinnen oder im Schatten.
- Fenster und Balkon: Bei schönem Wetter stehen Fenster offen. Kippfenster sichern und den Balkon mit einem Netz schützen.
Hitze: So bleibt deine Katze cool
Katzen schwitzen nur über die Pfotenballen. Ab etwa 30 Grad wird es vor allem für ältere, übergewichtige und kurznasige Katzen anstrengend.
- Tagsüber Rollläden schließen, morgens und abends lüften.
- Mehrere Wasserstellen anbieten, ein Trinkbrunnen motiviert zum Trinken.
- Nassfutter hilft, mehr Flüssigkeit aufzunehmen – nicht stundenlang in der Wärme stehen lassen.
- Spielen in die kühlen Morgen- und Abendstunden verlegen.
Sofort zum Tierarzt bei Hitzschlag-Anzeichen
Hecheln mit offenem Maul, Taumeln, starke Unruhe, gerötete Schleimhäute oder Erbrechen sind Notfälle. Bring deine Katze an einen kühlen Ort, lege feuchte (nicht eiskalte) Tücher auf Pfoten und Bauch und fahre sofort in die Tierarztpraxis.
Mehr dazu im Artikel Hitze und Katzen.
Graue Tage: Gegen Langeweile auf dem Sofa
Bewölkte, trübe Tage sind Kuscheltage. Damit aus Gemütlichkeit keine Langeweile wird, helfen kurze Spielrunden: zwei bis drei Mal täglich fünf bis zehn Minuten mit der Federangel, dazu ein Fummelbrett für das Futter. Ein Fensterplatz mit Blick auf Vögel ist Kino für Katzen.
Nebel und Dunkelheit: Sichtbar bleiben
Im Nebel und in der Dämmerung sind Freigänger für Autofahrer kaum zu sehen. Hol deine Katze vor Einbruch der Dunkelheit herein oder nutze ein reflektierendes Halsband mit Sicherheitsverschluss. Lass sie bei dichtem Nebel lieber drinnen.
Regen: Nasse Pfoten, schlechte Laune
Die meisten Katzen mögen keinen Regen – nasses Fell wärmt schlecht und riecht für sie fremd. Freigänger kommen bei Regen meist schnell zurück.
- Einen trockenen, geschützten Unterschlupf am Haus oder eine Katzenklappe anbieten.
- Nasse Katzen mit einem Handtuch sanft abtrocknen, besonders Langhaarkatzen.
- Pfützen und stehendes Wasser können Keime und Reste von Streusalz oder Öl enthalten – frisches Trinkwasser drinnen anbieten.
Gewitter: Wenn es donnert
Donner, Blitze und der Druckwechsel vor einem Gewitter machen viele Katzen nervös. Manche verstecken sich, andere suchen deine Nähe.
- Freigänger rechtzeitig hereinholen und die Katzenklappe schließen.
- Fenster und Vorhänge schließen, ruhige Musik oder den Fernseher laufen lassen.
- Einen Rückzugsort anbieten, zum Beispiel eine Höhle oder einen Karton mit Decke.
- Die Katze nicht aus dem Versteck holen. Bleib selbst ruhig – das überträgt sich.
Hat deine Katze sehr große Angst, helfen dieselben Tipps wie an Silvester.
Sturm: Drinnen ist es am sichersten
- Bei Sturmwarnung Freigänger drinnen lassen – herabfallende Äste und umherfliegende Gegenstände sind gefährlich.
- Gekippte Fenster schließen, Balkonnetz und Möbel auf dem Balkon prüfen.
- Viele Katzen sind bei Wind unruhig und „verrückt“. Spielen hilft, die Energie abzubauen.
Schnee und Frost: Warm durch den Winter
Gesunde Katzen mit Winterfell vertragen Kälte gut, wenn sie jederzeit ins Warme können. Kitten, Senioren und Nacktkatzen bleiben bei Frost besser drinnen.
- Pfoten: Streusalz nach dem Freigang mit einem feuchten Tuch abwischen.
- Motorhaube: Katzen wärmen sich gern im Motorraum. Vor dem Losfahren kräftig klopfen.
- Frostschutzmittel: schmeckt süß und ist tödlich. Kanister verschließen, Pfützen in der Garage aufwischen.
- Warme Plätze: eine Kuschelhöhle oder Decke in Heizungsnähe, aber nicht direkt auf dem heißen Heizkörper.
Mehr im Artikel Katze im Winter.
Häufige Fragen
Spüren Katzen Wetterumschwünge?
Viele Halter berichten, dass ihre Katzen vor Gewittern oder Wetterwechseln unruhig werden. Katzen hören Donner früher als wir und reagieren auf Wind, Gerüche und Luftdruck. Wissenschaftlich gut untersucht ist das aber kaum.
Bei welchem Wetter sollten Freigänger drinnen bleiben?
Bei Gewitter, Sturm, großer Hitze in der Mittagszeit, dichtem Nebel und strengem Frost. Gesunde Katzen dürfen bei normalem Regen oder Kälte gern hinaus, wenn sie jederzeit zurückkönnen.
Werden Katzen bei schlechtem Wetter dicker?
Bewegen sie sich weniger und fressen gleich viel, ja. Wiege deine Katze regelmäßig und gleiche fehlende Bewegung durch Spielen drinnen aus.
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Quellen und weiterführende Infos
Dieser Artikel wurde von der miauzoo-Redaktion sorgfältig recherchiert. Er ersetzt keine tierärztliche Beratung.
Passend für alle Katzenrassen.
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