Bruno: 3 Jahre und 6 Monate alt

Bruno und der Schmetterling: Ein Sommer zwischen Katzenminze und hohem Gras

Am 20. August 2023 ist es passiert. Nach drei Jahren, in denen Bruno jeden Kohlweißling über dem Balkon verfolgt hatte, nach unzähligen Sprüngen ins Leere, nach mindestens einem Sturz in den Katzengraskasten: Er hat einen Schmetterling gefangen.

Wir waren an der Leine im Hof unterwegs, wo hinter den Garagen hohes Gras wächst. Bruno saß darin, nur die Ohren und die blauen Augen schauten heraus. Ein kleiner Bläuling flatterte vorbei. Bruno hat einen Satz gemacht – und plötzlich saß er da, den Schmetterling zwischen den Pfoten.

Und dann?

Er wusste offensichtlich nicht, was er jetzt tun sollte. Er hat den Schmetterling angeschaut. Der Schmetterling hat zurückgeschaut, vermutlich. Bruno hat die Pfoten ganz vorsichtig ein Stück geöffnet. Und der Schmetterling ist davongeflattert, unversehrt.

Bruno hat ihm hinterhergeschaut. Lange. Dann hat er sich hingesetzt und angefangen, sich zu putzen. Ich glaube, er war einfach froh, es einmal geschafft zu haben. Mehr brauchte er nicht.

Katzenminze im Balkonkasten

Im Frühling hatte ich Katzenminze in einen Balkonkasten gepflanzt. Seitdem verbringt Bruno jeden Balkonausflug damit, sich darin zu wälzen. Er reibt den Kopf an den Blättern, rollt sich auf den Rücken und liegt danach zehn Minuten lang selig im Halbschatten. Die Pflanze sieht inzwischen etwas zerzaust aus. Bruno nicht.

Etwa ein Drittel der Katzen reagiert übrigens gar nicht auf Katzenminze – das ist erblich. Bruno gehört eindeutig zu den anderen zwei Dritteln. Welche Pflanzen für Katzen sicher sind und welche nicht auf den Balkon gehören, steht im Ratgeber Giftige Pflanzen.

Brutzeit

Im Juni brüteten Meisen im Nistkasten an der Hauswand gegenüber. Bruno durfte sie vom Fenster aus beobachten – das ist sein Lieblingsprogramm. Bei den Ausflügen in den Hof sind wir während der Brutzeit in einem anderen Bereich geblieben, weit weg von den Hecken.

Bruno, der Kritiker

Im Juli habe ich ein neues Futter probiert, eine Sorte mit Kaninchen. Bruno hat den Napf beschnuppert, mich angesehen, den Napf noch mal beschnuppert und ist gegangen. Kein Bissen. Wir bleiben bei Huhn und Fisch.

Ich habe gelernt: Futterwechsel immer langsam, über eine Woche gemischt, nie von heute auf morgen. Und: Katzen haben Vorlieben, die man respektieren sollte, solange das Futter ausgewogen ist. Wie eine Umstellung ohne Bauchweh gelingt, steht im Artikel Futterumstellung bei Katzen, und woran man gutes Futter erkennt, im Artikel Katzenfutter-Etikett lesen.

Hitze, Teil vier

Im Juni kam wieder eine Hitzewelle mit 35 Grad. Unser Sommerprogramm läuft inzwischen automatisch: Rollläden, Fliesen, Ventilator, Trinkbrunnen. Bruno ist ein Profi im Hitzeüberstehen. Er liegt ausgestreckt wie ein Brett auf dem kühlen Boden und bewegt sich nur, wenn die Sonne den Fleck erreicht.

Urlaub Nummer drei

Ende Juli war die Sitterin wieder im Einsatz, ich war eine Woche weg. Die erste Nachricht: „Er hat mir heute Köpfchen gegeben.“ Ich war ein bisschen eifersüchtig. Und als ich zurückkam, hat Bruno mich diesmal nur zwanzig Minuten ignoriert. Wir werden besser. Er auch.

Passend dazu auf miauzoo

Bruno ist eine Heilige Birma. Blaue Augen, weiße Pfoten, viel Gelassenheit – alles über die Rasse im Steckbrief und bei den Birma-Kitten.

Katzen-Helfer:Rassen-FinderFutterrechnerKatzenalter-RechnerKatzennamen

Alle Einträge in Brunos Tagebuch