Draußen raschelt das Laub, drinnen wird es gemütlich: Im Herbst verbringen viele Katzen mehr Zeit auf dem Sofa und an der Heizung. Ihr Körper stellt sich auf den Winter ein, Freigänger kommen bei Regen schneller zurück und die Abende werden lang. Damit deine Katze fit bleibt, lohnt ein Blick auf Fell, Futter und Beschäftigung.
Fellwechsel: Das Winterfell wächst
Im Herbst bildet deine Katze eine dichte Unterwolle für die kalte Jahreszeit. Dabei fallen die dünneren Sommerhaare aus. Bürste sie in dieser Zeit öfter – bei Langhaarkatzen täglich –, damit sich keine Knoten bilden und weniger Haare im Magen landen.
Heizungsluft und warme Schlafplätze
- Trinken: Trockene Heizungsluft entzieht Feuchtigkeit. Stell frisches Wasser an mehrere Orte, ein Trinkbrunnen motiviert zusätzlich.
- Schlafplätze: Katzen lieben Wärme, ein Liegeplatz direkt auf einem heißen Heizkörper kann aber austrocknen oder sogar zu Verbrennungen führen. Besser: eine Heizkörperliege mit Abstand oder eine Kuschelhöhle in der Nähe.
- Kaminofen: Ein Schutzgitter verhindert, dass deine Katze auf die heiße Scheibe springt.
Gefahren im Herbst
Frostschutzmittel ist tödlich giftig
Im Herbst wird Frostschutzmittel nachgefüllt. Es enthält meist Ethylenglykol, schmeckt süß und schädigt schon in kleinen Mengen die Nieren. Erste Anzeichen sind Taumeln, Erbrechen und starker Durst. Wenn du den Verdacht hast, dass deine Katze davon getrunken hat, fahre sofort in die Tierarztpraxis – ein Gegenmittel wirkt nur in den ersten Stunden.
- Herbstdeko: Kastanien, Eicheln und Zierkürbisse sind nicht zum Knabbern gedacht und können Magen-Darm-Beschwerden auslösen. Chrysanthemen sind für Katzen giftig.
- Dunkelheit: Freigänger sind in der Dämmerung schlecht zu sehen, wenn der Berufsverkehr rollt. Hol deine Katze vor Einbruch der Dunkelheit herein oder nutze ein reflektierendes Sicherheitshalsband.
- Zecken: Sie bleiben bis in den Spätherbst aktiv. Setze den Parasitenschutz nicht zu früh ab.
- Zeitumstellung: Katzen haben eine feste innere Uhr. Verschiebe die Fütterungszeiten in den Tagen davor in kleinen Schritten.
Beschäftigung an langen Abenden
Wer weniger draußen ist, braucht drinnen mehr Abwechslung. Plane täglich zwei bis drei kurze Spielrunden mit einer Federangel ein und lass deine Katze ihr Futter erarbeiten, etwa mit einem Fummelbrett. Ein Karton mit Papier und versteckten Leckerli ist ein Abenteuer, das nichts kostet. Mehr Ideen im Ratgeber Beschäftigung für Katzen.
Gewicht im Blick behalten
Im Herbst haben viele Katzen mehr Appetit, bewegen sich aber weniger. Wiege deine Katze einmal im Monat und passe die Futtermenge an. Wie du die richtige Portion findest, steht im Artikel Übergewicht vermeiden.
Häufige Fragen
Frieren Katzen im Herbst?
Gesunde Katzen mit dichtem Fell kommen mit Herbsttemperaturen gut zurecht. Senioren, Kitten, kranke Katzen und Nacktkatzen frieren schneller und brauchen warme, zugfreie Plätze.
Mein Freigänger will plötzlich kaum noch raus – ist das normal?
Ja, viele Katzen sind bei Regen und Kälte lieber drinnen. Wichtig ist, dass sie dann drinnen genug Bewegung und Beschäftigung bekommen. Wirkt deine Katze dagegen schlapp oder frisst schlecht, lass sie untersuchen.
Sind Kastanien für Katzen giftig?
Rosskastanien enthalten Stoffe, die Magen und Darm reizen. Gefährlicher ist oft, dass ganze Kastanien den Darm verstopfen können. Lass Herbstdeko nicht dort liegen, wo deine Katze damit spielt.
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Quellen und weiterführende Infos
Dieser Artikel wurde von der miauzoo-Redaktion sorgfältig recherchiert. Er ersetzt keine tierärztliche Beratung.
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