Bruno: 5 Monate alt

Das Schulter-Taxi und die erste Hitzewelle

Es war ein ganz normaler Dienstag. Ich saß am Schreibtisch, Bruno lag auf der Stuhllehne hinter mir. Plötzlich spürte ich Gewicht auf meiner Schulter. Vier kleine Pfoten, dann ein warmer Bauch an meinem Hals, dann ein Kopf neben meinem Ohr. Bruno hatte sich auf meine Schulter gelegt. Und da blieb er. Eine halbe Stunde lang, schnurrend, und hat mir beim Tippen zugesehen.

Eine Tradition ist geboren

Seitdem ist meine Schulter Brunos Aussichtsplattform. Er springt hoch, wenn ich sitze, rollt sich um meinen Nacken wie ein lebender Schal und begleitet mich durch den Tag. Er hat auf meiner Schulter E-Mails gelesen, beim Kochen zugesehen und einmal versucht, mir den Kaffeebecher aus der Hand zu schubsen.

Warum Katzen das tun? Erhöhte Plätze geben ihnen Überblick und Sicherheit. Und der Hals ihres Menschen ist warm, riecht vertraut und bewegt sich nicht allzu viel. Für eine menschenbezogene Rasse wie die Heilige Birma ist das offenbar der perfekte Ort. Mehr darüber, was Katzen mit solchen Gesten sagen, steht im Artikel Woran du erkennst, dass deine Katze dich liebt.

Mein Nacken ist bis heute unentschlossen, was er davon hält. Mein Herz nicht.

Die erste Hitzewelle

Mitte Juli wurde es heiß. 34 Grad draußen, in der Wohnung nicht viel weniger. Ich habe geschwitzt. Bruno hat sich etwas Besseres einfallen lassen: Er zog ins Badezimmer und legte sich auf die kühlen Fliesen, lang ausgestreckt wie ein Bettvorleger.

Ich hatte gelesen, dass Hitze für Katzen gefährlicher ist, als man denkt. Sie schwitzen nur über die Pfotenballen und kühlen sich hauptsächlich durch Ruhe, Putzen und kühle Liegeplätze. Wenn eine Katze mit offenem Maul hechelt, ist das ein Alarmzeichen. Ich habe Bruno die ganze Zeit beobachtet wie ein Bodyguard.

Unser Sommerprogramm

Tagsüber blieben die Rollläden unten, gelüftet wurde morgens und abends. Ich habe drei Wassernäpfe in der Wohnung verteilt – Katzen trinken lieber, wenn das Wasser nicht direkt neben dem Futter steht. Und ich habe einen Trinkbrunnen gekauft.

Bruno saß zuerst stundenlang davor und schaute dem plätschernden Wasser zu. Dann patschte er mit der Pfote hinein. Dann trank er. Seitdem ist der Brunnen seine liebste Wasserstelle – obwohl er zwischendurch immer noch am liebsten aus meinem Glas trinkt. Welche Brunnen sich bewährt haben, steht im Trinkbrunnen-Vergleich, und warum Trinken so wichtig ist, erklärt der Artikel Wie viel Wasser braucht eine Katze?.

Gespielt wurde nur noch abends. Tagsüber lag Bruno auf den Fliesen, ich lag auf dem Sofa, und wir haben uns gegenseitig angeschaut. Alle Tipps für heiße Tage habe ich später im Artikel Hitze und Katzen gesammelt.

Schulter im Sommer?

Interessanterweise hat Bruno bei 34 Grad auf den Schulterritt verzichtet. Das fand ich anfangs schade. Dann habe ich gemerkt, dass ein schnurrender Pelzkragen bei Hitze genauso angenehm ist wie ein Wollschal am Strand. Manche Dinge regelt die Natur von allein.

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Bruno ist eine Heilige Birma. Blaue Augen, weiße Pfoten, viel Gelassenheit – alles über die Rasse im Steckbrief und bei den Birma-Kitten.

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