Bruno: 4 Jahre alt

Vier Jahre Bruno: Winterroutinen, das Lieblingsgeräusch und ein Frühjahrsputz

Im Januar 2024 ist mir aufgefallen, dass Bruno einen ausgefeilteren Kalender hat als ich. Frühstück um 6:30 Uhr (Futterautomat). Fensterbank bis 9 Uhr (Vogelkino). Heizungsliege bis 12 Uhr. Mittagessen. Sofa. Kratzbaum-Inspektion um 15 Uhr. Bürsten nach dem Abendessen. Zähneputzen. Bett.

Abweichungen werden mit einem vorwurfsvollen Miau kommentiert. Wenn ich das Abendessen um zehn Minuten verschiebe, sitzt er vor mir und schaut auf die Uhr. Ich bin sicher, er kann sie lesen.

Warum Routinen für Katzen so wichtig sind

Katzen lieben Vorhersehbarkeit. Feste Fütterungs-, Spiel- und Kuschelzeiten geben ihnen Sicherheit. Veränderungen – ein Umzug, ein neuer Mensch, ein Möbelstück, das plötzlich woanders steht – können Stress auslösen, der sich in Unsauberkeit, Appetitlosigkeit oder übermäßigem Putzen zeigt. Bruno ist ein Paradebeispiel: Je fester der Tagesablauf, desto entspannter der Kater.

Brunos Lieblingsgeräusch

Ich habe herausgefunden, was Bruno am meisten liebt: das Geräusch einer Dose, wenn sie geöffnet wird. Dieses kleine „Plopp“. Es ist ihm völlig egal, ob es Katzenfutter oder Kichererbsen sind. Das Ploppen bedeutet: Es gibt etwas. Egal, wo er gerade schläft – drei Sekunden später steht er in der Küche.

Ich öffne Kichererbsen jetzt im Bad. Bei geschlossener Tür. Er sitzt dann davor und kratzt.

Vier Jahre

Am 14. Februar wurde Bruno vier. Zum Geburtstag gab es ein Stück gekochtes Hühnchen, und dann hat er seinen Lieblingsplatz in der Sauna bezogen – ich hatte sie extra für ihn angeheizt und rechtzeitig wieder ausgeschaltet. Laut unserem Katzenalter-Rechner ist er jetzt etwa 32 Menschenjahre alt. Er benimmt sich je nach Tageszeit wie 3 oder wie 80.

Mogli auf dem Garagendach

Ende Februar war Mogli wieder da. Diesmal saß er auf dem Garagendach, das man vom Balkon aus sieht. Bruno saß hinter dem Netz und schaute hinüber. Es gab kein Fauchen, kein Knurren. Nur zwei Kater, die sich ansehen. Nach zehn Minuten hat Mogli gegähnt und sich zum Schlafen hingelegt. Bruno hat sich ebenfalls hingelegt. Ich glaube, sie haben sich arrangiert. Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man es für Freundschaft halten.

Frühjahrsputz mit Hindernissen

Im März war Frühjahrsputz. Bruno hat geholfen: Er hat sich in jeden Wäschekorb gelegt, auf jedes zusammengelegte Handtuch gesetzt und den Staubwedel gejagt. Beim Fensterputzen saß er auf der Fensterbank und hat jedem Wischer mit der Pfote nachgeschlagen.

Bei uns gilt beim Putzen: Putzmittel stehen hoch oben, der Boden wird mit klarem Wasser nachgewischt, und ätherische Öle gibt es bei uns nicht. Katzen fehlt ein Enzym, mit dem andere Tiere viele Pflanzenstoffe abbauen – Teebaumöl, Eukalyptus oder Zitrusöle können für sie giftig sein. Mehr dazu im Artikel Kerzen, Lichterketten und Co..

Ostern auf dem Balkon

Ostern war das Wetter so schön, dass wir das erste Mal auf dem Balkon gefrühstückt haben. Bruno im Netz-geschützten Paradies, ich mit Kaffee daneben. Die Eiersuche gab es diesmal mit Katzengras-Nestern: kleine Töpfe mit Gras, in denen ein Leckerli versteckt war. Bruno hat das Gras gefressen und die Leckerli liegen lassen. Katzen sind unberechenbar. Mehr zum Thema im Artikel Katzengras.

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Bruno ist eine Heilige Birma. Blaue Augen, weiße Pfoten, viel Gelassenheit – alles über die Rasse im Steckbrief und bei den Birma-Kitten.

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